Friedhofskapelle und Glocke

In Hellwege läutet seit 1960 eine Glocke. Sie wurde am 21. Januar bei der Firma Rincker in Sinn (Dillkreis) gegossen, wiegt 145 kg, hat einen Durchmesser von 63 cm und ist auf den Ton E gestimmt. Ein oben umlaufendes Schriftband trägt die Inschrift: „Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit“. Die Rückseite unten trägt die Aufschrift „Hellwege“ sowie Jahr und Gießerzeichen. Sie ruft seitdem zum Gottesdienst und läutet bei Beerdigungen.

Besonders Johann Intemann, der damals Kirchenvorsteher war, hat sich für die Glocke eingesetzt und viel dafür getan. Die Kirchengemeinde denkt noch dankbar daran.

Ursprünglich hing die Glocke in einer alten Eiche. Bereits 1964 berichtete die Rotenburger Kreiszeitung von „Üblen Streichen“ mit der Glocke. Nicht nur, dass sie „nachts unter Alkoholeinfluss geläutet“ wurde, nein, es waren wieder „fünf oder sechs dieser jämmerlichen Helden am Werk, die sich in ihrer Ehrfurchtslosigkeit  so rüpelhaft mit der Glocke beschäftigten, dass sie den Läutearm verbogen.“  Es wäre bald an der Zeit, meinte die Kreiszeitung, „dass sich einmal ein paar handfeste Männer fänden, die die Bürschchen über das Knie legten und ihnen eine tüchtige Tracht Prügel verabreichten!“ Das waren noch Zeiten! Vielleicht lesen es ja die „jämmerlichen Helden“ von damals!

Im Jahre 1969 dann wurde die Glocke in den alten Schlauchturm gebracht. Dort tut sie immer noch ihren Dienst.

E.Rosenplänter

BILDER (1)
Friedhofskapelle Hellwege